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Unmittelbar vor ihrer eigenen Hochzeit entdeckt Jenny das Tagebuch ihrer Großmutter Anna. Was sie darin liest, läßt Anna in einem anderen Licht erscheinen: als eine mutige Frau mit einem großen Herzen.

 

Anna ist ist als junge Frau unglücklich in ihrem Alltag gefangen gewesen und hat einen Ausbruch aus Ehe und Familie gewagt. Ihre Täume haben sie auf eine Ranch nach Arizona geführt – und mitten hinein in ein noch nie dagewesenes Gefühlschaos.

Kann Jenny daraus für sich und ihre nahe Zukunft etwas lernen?

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Leseprobe

Kapitel 1

 

Ein zarter Schleier über den sanften Farben am Horizont kündigte den erwachenden Frühlingstag an. Die Glocken der Kirchturmuhr am Hauptplatz schlugen im dumpfen Takt sechs Mal. Amseln begrüßten zwitschernd den neuen Tag, während die meisten der zwanzigtausend Einwohner der Kleinstadt an diesem Samstag noch wohlig in ihren warmen Betten lagen.

 

In der kleinen Konditorei „Maggis Backstube“ in der Nähe des Marktplatzes ging es bereits seit Stunden hoch her. Die Besitzerin Margarethe hatte eine größere Bestellung von der Stadtverwaltung für das diesjährige Frühjahrsfest erhalten und es wurde bereits seit Stunden fleißig gebacken und dekoriert. Margarethe und ihre beiden Mitarbeiter, Jenny und Jens, bereiteten kleine Frühjahrsmotive wie Glockenblumen, Krokusse, Tulpen und Weidenkätzchen sowie Dekorationen für Ostern aus Marzipan vor, rührten Zuckerguss an und erhitzten Schokolade im Wasserbad. Die unterschiedlichen Kuchensorten mit Walnuss-, Haselnuss- oder Mandelteig, die gerade frisch aus dem Ofen kamen, verströmten einen herrlich süßen Duft in der Backstube. Jeder dieser verführerischen Kuchen wartete darauf, mit einem Zucker- oder Schokoladenüberzug versehen und mit einem Frühjahrsthema verziert zu werden.

Jenny mochte diese Arbeit. Sie liebte die Kombination von Kunst und Lebensmitteln und konzentrierte sich gerade darauf, einem Osterhasen, den sie für ihre Waldlandschaft gegossen hatte, die Ohren aufzusetzen und ihn unter einer Marzipantanne zu platzieren.

Ihr Kollege Jens arbeitete an einer weiteren Frühjahrsdekoration aus blühenden Sträuchern und umhertollenden Jungfüchsen. Vorsichtig brachte er bunte Zuckerperlen an Ästen aus Schokolade an, die er zuvor mit einer weißen Zuckerglasur überzogen hatte. Da die süße Masse noch feucht war, blieben die Perlen mehr an seinen Fingern als auf den Ästen haften. Als er versuchte eine Zuckerperle von seinen klebrigen Fingern zu schnippen, flog diese über die gemeinsame Arbeitsplatte und landete direkt auf Jennys Nase.

Jens brach in schallendes Gelächter aus, als er sah, wie Jenny auf ihre Nasenspitze schielte. Sie hielt in einer Hand den halbfertigen Marzipanhasen und in der anderen Hand das Ohr dazu und sah sich hilflos um. Mit dem Handrücken versuchte sie, die Perle wegzuwischen. Jens schüttete sich aus vor Lachen. In diesem Moment löste sich auch Jennys Anspannung der letzten Stunden und sie fiel in Jens’ Lachen ein, sie lachten, bis ihnen beiden die Tränen die Wangen hinabliefen.

In diesem Moment betrat Margarethe die Backstube, beladen mit einem großen Tablett voller weiterer Kuchen, die noch verziert werden mussten.

„Was ist denn bei euch los?“, fragte sie neugierig, doch keineswegs verärgert. Margarethe war eine kleine, mollige Mittfünfzigerin, die ständig ein Lächeln in ihrem runden, herzlichen Gesicht trug. Sie führte ihren kleinen Betrieb seit 35 Jahren und mochte es, wenn sich ihre Mitarbeiter wohlfühlten.

„Sieh dir das mal an!“ Lachend schielte Jenny erneut auf ihre Nasenspitze.

„Ach du liebe Zeit, wolltest du dich auch verzieren“, fragte Margarethe vergnügt.

„Das war ich“, bekannte Jens und wischte sich die Lachtränen aus dem Gesicht.

 

Plötzlich stieß Jenny einen spitzen Schrei aus und sackte in die Knie. Jens reagierte blitzschnell, sprang zu Jenny und riss sie in seine Arme, bevor sie zu Boden stürzen konnte. Margarethe stellte erschrocken das Tablett mit den Kuchen zur Seite, und schob Jenny schnell den Stuhl aus der Ecke der Backstube unter. Vorsichtig ließ Jens sie darauf niedersinken und sah sie besorgt an.

Doch Jenny hatte schon wieder ein Lächeln im Gesicht.

Jens kniete sich vor sie nieder, berührte ihren Arm und entfernte die Zuckerperle aus ihrem Gesicht. Vorsichtig nahm er ihr den Hasen aus der Hand und betrachtete ihr Gesicht. Eine blonde Strähne hatte sich aus dem nach hinten gebunden Haarzopf gelöst und fiel ihr in Wellen über ihr Gesicht. Sanft geschwungene Wangenknochen unterstrichen ihre großen blauen Augen. Jens streifte ihr die Haarsträhne liebevoll hinters Ohr.

„Danke, es geht schon wieder.“ Jenny lächelte ihn dankbar an und legte beide Hände auf ihren runden Bauch.

„Du hättest heute doch nicht kommen sollen, meine Liebe. In deinem Zustand ist das einfach zu anstrengend.“ Margarethe hatte aus der Kammer eine Flasche Wasser geholt und goss Jenny ein Glas davon ein.

„Ich hole noch einen Stuhl“, sagte Jens, flitzte in die Nachbarstube und kam mit einem Hocker zurück. Vorsichtig hob er Jennys Beine an und legte sie darauf.

„Danke, Jens, das ist ganz lieb von dir.“ Jenny lächelte und nahm ohne zu überlegen seine Hand in ihre. Selbst erschrocken über diese vertrauliche Geste ließ sie sofort wieder los und wandte sich an Margarethe. „Mach dir keine Gedanken, es geht mir wieder gut. Außerdem, wie hättet ihr das alles alleine schaffen sollen, jetzt, wo Anita krank ist.“

„Ich weiß, Liebes. Eine so große Bestellung mit einer solch kurzen Frist – die von der Stadt denken auch nicht mit. Aber gut, wir sind schon sehr weit. Den Rest schaffen Jens und ich auch alleine. Nicht wahr, Jens?“

Jens nickte zustimmend. „Klar. Wir machen das fertig und du bleibst solange hier sitzen, ruhst dich aus und denkst an dein Baby. Du hast für heute schon genug getan.“

Langsam stand er auf, dann zögerte er, wollte noch etwas sagen, sie berühren, stattdessen sah er sie nur wehmütig an. Sein Blick blieb sehnsüchtig an Jennys Bauch hängen, unschlüssig was er tun sollte. Wie gern würde er bei ihr sitzen bleiben, ihre Hand halten und ihr versichern, dass alles gut werden würde. Doch Jens wurde in diesem Moment wieder einmal schmerzlich bewusst, dass dieses Vergnügen einem anderen Mann vergönnt war.

Er riss sich aus seinen Gedanken und ging zurück an die Arbeit. Margarethe packte nun selbst mit an und gestaltete mit Jens die Figuren und Landschafts-Dekos für die restlichen Kuchen.

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Die wahre Liebe

Tagebuch ins Glück

Es ist eine Liebe, die nicht immer fröhlich und glatt verläuft, sondern eine Liebe aus dem realen Leben. Als Leser bist du mitten in der Geschichte, fühlst dich selbst am Ort des Geschehens und nicht als Zuschauer von außen.

„Tagebuch ins Glück" ist ein Buch, in dem es auch darum geht, sich selbst nicht zu vergessen. Anna ist aus ihrem erdrückenden Alltag ausgebrochen. Sie ist ohne Wissen ihres Mannes in einen Urlaub geflüchtet, den er ihr so lange verwehrt hatte.

 

Nur um in diesem Urlaub in ein noch größeres Gefühlschaos zu stürzen …

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©2020 Liebesromanautorin Sandra Haussmann