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Liebesbuchautorin Sandra Haussmann / die Cherries "Linda"

Linda, doppelt unglücklich mit ihrer beruflichen Tätigkeit in der väterlichen Firma und der emotionalen Entfernung von ihrem Ehemann Christopher, der ebenfalls in dieser Firma arbeitet, wird überraschenderweise eines Abends von ihm um einen Neuanfang gebeten. So gerne Linda die Risse in der Beziehung zu ihrem gutaussehenden und dominanten Ehemann kitten würde, so klar sieht sie auch die Schwierigkeiten auf sich zukommen, diese Liebe im angespannten Firmenalltag überhaupt leben zu können.
Doch als sie gerade beginnt, sich auf dieses neue Abenteuer mit Christopher einzulassen, tritt ein Kunde in Lindas Leben. Dessen Auftrag würde zwar die Firma vor dem Ruin retten, aber neben fachlichem hat dieser Mann auch ein ganz besonders privates Interesse – an Linda!


Die Cherries, das sind vier Freundinnen, die sich seit ihrem Technik-Studium an der Uni München kennen – inzwischen seit zwanzig langen Jahren. Sowohl Lucy als auch Linda, Emma und Evelyn sind seither ihre ganz eigenen Wege gegangen.Und doch sind die Frauen einander nahe geblieben.

Liebesbuchautorin Sandra Haussmann / die Cherries "Linda"
Liebesbuchautorin Sandra Haussmann / die Cherries "Linda"

Ich hatte bei dieser Geschichte nie das Gefühl in eine Traumwelt abzutauchen, denn sie spricht dermaßen aus dem Alltag, dass es mir bald vorkam als würde ich die Protagonisten selber kennen. Obwohl sie aus der gehobenen Schicht kommen, habe ich sie nie darum beneidet. Denn diese Erzählung zeigt auch deutlich die Schattenseiten und die Opfer auf, die einem die Führung eines erfolgreichen Unternehmens abverlangt. Vielleicht ist diese Liebesgeschichte nicht unbedingt ein Wohlfühlroman, der unglaublich viele Glückgefühle vermittelt. Dennoch hat mir die lebensnahe, realistische Erzählung sehr gefallen, weil sie ganz deutlich zeigt, was im Leben wirklich zählt.

 

5 von 5 Sternen einer Amazon-Leserin

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Leseprobe

Die Cherries - LINDA

 

Prolog

Nervös wippte Linda mit ihrem Fuß unter dem Besprechungstisch auf und ab. Das Meeting dauerte mittlerweile viel länger als geplant. Obwohl bereits alle Punkte der vorher festgelegten Agenda abgehandelt worden waren, fielen ihrem Vater immer wieder neue Themen ein, die er ansprach. Sie sah sich in der Runde um: Alle Mitarbeiter saßen still um den ovalen Tisch herum und hörten aufmerksam zu. Keiner wagte, eine Anmerkung einzuwerfen oder gar auf die Überlänge der Besprechung hinzuweisen. Zu mächtig war ihr Vater – der Mann, der die Theo Altmann GmbH vor 35 Jahren aus einem kleinen Betrieb aufgebaut hatte.
Theo Altmann hatte sich bereits vor 40 Jahren während seiner Lehre und Gesellenzeit in einem Schlosserbetrieb als geschickter Techniker und Wirtschaftler erwiesen. Nach einem schweren Autounfall des Inhabers der Schlosserei hatte er, zusammen mit dessen Ehefrau, die Organisation der Bücher und der Werkstatt übernommen und so den kleinen Betrieb vor dem Ruin gerettet. Als Theo allerdings anfing, seine eigenen Ideen zur Erweiterung der Schlosserei einfließen zu lassen, stieß er auf gewaltigen Widerstand der Ehefrau. Sie wünschte keinerlei Veränderung im Betrieb ihres Mannes und bremste den enormen Tatendrang des jungen Theo Altmann. Ein gewaltiger Streit mit der Ehefrau des Schlossereibesitzers, die ihm die Anmeldung zur Meisterschule verwehrte, beendete die Zusammenarbeit. Theo kündigte, suchte nach einer Schmiede, in der er seinen Meister machen konnte und schwor sich, künftig sein eigener Herr zu werden.
Ein paar Jahre später brachte ihn eine glückliche Fügung zu einem kleinen Betrieb, der Zahnräder und Gleitlager aller Art fertigte. Der betagte Inhaber des kleinen Betriebes sah Potential in dem jungen Mann und gab ihm freie Hand. Nach dessen Tod hatte Lindas Vater den Betrieb übernommen, in die Theo Altmann GmbH umfirmiert   und auf Wachstum gesetzt. Der Erfolg hatte sich daraufhin recht bald eingestellt.

Linda warf einen unauffälligen Blick auf ihr Handy. Schon kurz nach fünf! Sie würde es nicht mehr schaffen, vor dem Treffen mit ihren Freundinnen noch nach Hause zu fahren, zu duschen und sich umzuziehen. Wenn ihr Vater nicht bald hier Schluss machte, würde sie direkt aus der Arbeit in die Stadt fahren müssen. Im Büro-Outfit. Nicht, dass das nicht schon öfter vorgekommen wäre, dachte sie seufzend.
Das heutige Treffen mit ihren drei Freundinnen bedeutete Linda unheimlich viel. Sie wollten gemeinsam ihr Studienjubiläum feiern, den Tag, als sie alle vier vor exakt zwanzig Jahren ihre Diplomurkunde erhalten hatten. Linda war das Studium selbst nicht wichtig gewesen – sie hatte es auf Wunsch ihres Vaters absolviert, oder eher auf dessen Befehl. Da sie als sein einziges Kind das Unternehmen ihres Vaters später würde übernehmen müssen, hatte er aufgrund der Ausrichtung der Firma ein technisches Studium gefordert. Linda hätte gerne etwas anderes studiert. Geschichte? Oder war es Kunst gewesen? Sie konnte sich gar nicht mehr erinnern – so lange schon war ihr Leben von dieser Firma und ihrem Vater und dessen Willen bestimmt.

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